Sonntag, 8. August 2010

Rumänien - Süd-Bucovina und die Maramuren


Rumänien ist vielleicht das Land, das unsere Vorstellungen am weitesten übertroffen hat und unsere Vorurteile am deutlichsten widerlegen konnte. Wir sind tief beeindruckt von der Schönheit dieses Landes und der Einzigartigkeit der Regionen. Hunderte Kilometer sind wir auf durchwegs guten Strassen gefahren, durch wunderschöne, sehr gepflegte Dörfer (nicht nur in Transylvanien sondern auch in Süd-Bucovina und in den Maramuren), haben viele, freundliche, sehr hilfsbereite Menschen getroffen und auch beim wilden Campieren im Auto nie ein ungutes Gefühl gehabt. Wir können uns nur vorstellen, dass der schlechte Ruf Rumäniens hauptsächlich in Bukarest geprägt wird - auf unserer Fahrt durch die Provinzen haben wir ein anderes Bild kennengelernt. In Süd-Bucovina pflegen die Menschen ihre Häuser und Kirchen mit einem Aufwand und einer Liebe, wie wir es so noch nicht kennengelernt hatten. Kein Haus gleicht dem anderen, die aufwändig geschnitzten, reich verzierten und stilvoll bemalten Holzfassaden, Dächer, Zäune und Brunnen zeugen von liebevoller Kleinarbeit und so sitzen die älteren Dorfbewohner des Abends zu recht stolz vor ihren Einfahrten und beobachten den vorbeiziehenden Verkehr. Wenn wir den Bauern im Feld zusehen oder eine Sonntagsprozession beobachten, fühlen wir uns zurückversetzt in ein anderes Jahrhundert, in eine Zeit, in der trotz relativer Armut die Welt noch in Ordnung ist. Und wie auch die Einheimischen pilgern wir zu den bemalten Klöstern Bucovinas und den alten Holzkirchen der Maramuren. Also: unbedingt hinfahren, solange diese Regionen ihren ursprünglichen Charme noch nicht verloren haben!

Süd-Bucovina






Die Maramuren




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