Dienstag, 17. August 2010

Slowakei - Outdoor Wonderland


In der Slowakei kommen wir wieder voll auf unsere Kosten. Das Land ist klein, weist aber etliche wunderschöne Nationalparks und eine überraschend tolle Hauptstadt auf. Bratislava, nur wenige Kilometer von Wien entfernt, aber viel kleiner als Wien oder Budapest, hat den Charm und die Ruhe einer grösseren Kleinstadt und entsprechend gelassen (und weniger touristisch) geht es zu in den Altstadtgassen unterhalb des grossen Schlosses an der Donau. Als wir weiter nach Norden fahren, verlassen wir endgültig die Donau, die wir nun so manches Mal während unserer Reise getroffen und begleitet haben. Die nächsten sechs Tage verbringen wir mit anstrengenden aber sehr erfüllenden, abwechslungsreichen und wahnsinnig schönen Wanderungen durch die drei Nationalparks Mala Fatra, Slovensky Raj und die Hohe Tatra. Die sieben- bis zehnstündigen Wanderungen verlangen uns einiges ab und spätestens am vierten Tag spüren wir die überwundenen Höhenmeter in den Beinen. Die Wege sind oft steil und teilweise ausgesetzt und das Wetter ist häufig unbeständig. Wenn die Wolken jedoch nicht allzu dicht über den Bergen hängen, hat man atemberaubende Blicke auf steile Gipfel, messerscharfe Grate, glitzernde Gletscherseen und langgezogene Täler. Ein Gebirge zum Verlieben ...

Bratislavas Marktplatz in der historischen Altstadt, zu so früher Stunde noch recht unbelebt

Leblos auch die lustigen Stadtcharaktere, die sich (un)auffällig überall in der Innenstadt aufhalten

"Man at work"

Die Altstadt von oben, im Hintergrund die "UFO"-Brücke

Das zweite, unschönere Gesicht von Bratislava - "UFO"-Brücke und Wohnsiedlungen im Sowjetstil
1. Wandertag: Aufwärmtour zum höchsten Punkt der Mala Fatras
2. Wandertag: Nervenkitzel entlang steiler Wasserfälle im Slovensky Raj Nationalpark



Skeptisch beobachtet dieser Feuersalamander unsere Kletterei

3. Wandertag: Aufstieg zur Zbojnicka Chata in der Hohen Tatra mit Sicht auf wolkenverhangene Berggipfel

Durch ausgesetztes Gelände geht es über den Priecne-Sattel (2352m)

4. Wandertag: Sonnenaufgang an der Zbojnicka-Hütte



Über den Prielompass hinab ins Svistova-Tal ...


... und auf der anderen Seite wieder hinauf nach Polsky hreben

Liebevoll gestaltete Wegweiser helfen bei der Orientierung und warnen vor den Gefahren im Gebirge (makaber mahnt der Sensemann: "Be careful!")
5. Wandertag: Gipfelziel ist heute der Rysy (Mitte, 2499m), wir beginnen mit dem Aufstieg um 5:55 Uhr

Tibetflair unterhalb des Gipfels

Ausgelassene Stimmung um 8:00 Uhr am Sattel


Um 8:45 Uhr sind wir die Ersten auf dem Gipfel. Das Gipfelfoto müssen wir deshalb mit Selbstauslöser schiessen (erster und zweiter Versuch)

Steffi beim kniffligen Abstieg über die Nordseite nach Polen

So schön wie in der Schweiz: Gletschersee Morskie Oko in der polnischen Tatra

6. Wandertag: Vom Strbske pleso zum Krivan (2495m)

Auch hier geht es wieder durch exponiertes Gelände

Nach 3.5 Stunden um 9:20 Uhr am Gipfel

Phänomenales Wetter und fantastische Aussicht über die gesamte Tatra

Nachdem wir mit dem Abstieg begonnen haben, erklimmen Hunderte Slowaken den beliebten Gipfel. Alles zwischen 6 und 95 Jahren und zwischen 30 und 120 Kilogramm schiebt sich mühsam die 1200 Höhenmeter den Berg hinauf - Bergwandern als Nationalsport.

Montag, 16. August 2010

Ungarn


Einen kleinen Kulturschock haben wir schon erlebt, als wir nach Rumänien durch Ungarn reisten: Hier fahren Pferdewagen höchstens noch als Touristenattraktion, im Autoradio ertönt österreichischer Rundfunk und am Balaton spricht man so gut deutsch wie auf Mallorca - wir waren wieder in Heimatnähe.
Budapest ist natürlich immer eine Reise wert, vor allem jedoch dann, wenn auf der Donauinsel inmitten der Stadt das grosse Sziget-Festival stattfindet und Hunderttausende in entspannter Atmosphäre friedlich feiern. Aber auch ohne Rock 'n' Roll ist die "Königin der Donau" sehenswert mit der befestigten Altstadt in Buda westlich hoch über der Donau und den vielen Kaffeehäusern in Pest östlich des Flusses. Eine gute Autostunde entfernt befindet sich der Balaton, im Sommer fest in deutscher Hand. Der See lädt zum Baden oder Segeln ein, es gibt guten Fisch und süsse Weine. Mit Alpenpanorama wäre der Balaton sicher so schön wie der Bodensee ...
Weiter südlich liegt Pecs, das in seiner aufwändig herausgeputzten Innenstadt einen grossen Dom, eine von ehemals drei Synagogen sowie eine Moschee beheimatet. Lediglich die Ruinen eines Minaretts stehen heute noch in der schönen Stadt Eger, wo einst die Türken mit Hilfe der stärkenden Wirkung dunkelroten "Stierbluts" vertrieben werden konnten. Auch heute noch trinkt man dort den Egri Bikaver.

Die Königin von der Zitadelle aus bewundert

Matthiaskirche und Königspalast in Buda

Die Fischerbastei

Der Heldenplatz in Pest

Steffi geniesst ihren Palacinka im Kaffeehaus Lukacs

Im Parlamentsgebäude, dem drittgrössten der Welt

Grüne Oase inmitten der Stadt, unser Hostel in Budapest

Radfahren auf der Margareteninsel

Humorvoller Umgang mit dem Wechsel zur freien Marktwirtschaft in der Kunsthalle


Sowjetrelikte, verbannt aus der Innenstadt, versammelt im Mementopark



Standhaft auch im Sterben

Bier, Bier, Bier und gute Laune auf dem Sziget

Ska-P rockt


Am Balaton


Burgruine Visegrad am Donauknie

Der grosse Dom von Esztergom

Pecs
und Eger