Montag, 31. Mai 2010

Route Slowenien

Slowenien


Wir haben inzwischen die Schweiz verlassen, bestimmt nicht für immer. Über Lugano, Mailand und Venedig sind wir zu Sloweniens einzigem Nationalpark im Nordwesten des Landes rund um den Triglav, den höchsten Gipfel der Julischen Alpen, gefahren. Prächtige, zur Zeit noch schneebedeckte Berge, türkisfarbene Gebirgsbäche und ursprüngliche Wälder laden ein zum Wandern, Bergsteigen, Kanu- und Kajakfahren. Matthias ist nach seiner Bänderzerrung am Sprunggelenk leider immer noch am Humpeln. Somit sind wir zu Fuss ungewohnt langsam unterwegs und ausgedehntere Wanderungen müssen wohl noch ein paar Tage warten. Aber vielleicht ist es ja auch mal ganz gut, etwas langsamer durch die Welt zu gehen ...

Die Slowenen erleben wir als sehr freundliches, hilfsbereites und lebensfrohes Volk in einem landschaftlich äusserst reizvollen und von seinen Bewohnern geschätztem Land. Folklore und traditionelle Tänze gehören ebenso dazu wie ein Gläschen Wein oder Bier bereits am Mittag. Wenn wir trotz Navi und Strassenkarten mal nicht weiter wissen, dauert es nie lange, bis ein Slowene ungefragt Hilfe leistete.

Die türkisfarbene Soca bei Bovec im Triglav Nationalpark

Im Hintergrund der Triglav, der höchste Berg Sloweniens

Die Julischen Alpen nach der Überquerung des Vrsicpasses
Steffi am Bohinjsko Jezero
Viel Platz im Reisemobil, auch für Anhalter aus der Pfalz

Wir haben uns in Slowenien gegen die Autobahnvignette entschieden und fahren sehr gemütlich durch ländliche Gegenden, wo die Bauern ihr Heu traditionell in so genannten Kozolecs trocknen.
Nur selten merkt man, dass längst vergangene Zeiten in Westeuropa noch nicht allzu lange her sind in diesem Teil des Kontinents
Ljubljana, Sloweniens Hauptstadt, wird gerne als kleines Prag bezeichnet. Eine Stadt voller Leben. Bei schönstem Wetter wohnen wir Folklore-Aufführungen bei, schlendern durch kopfsteingepflasterte Altstadtgässchen vorbei an Strassencafes und -künstlern. Ein Restaurant grillt mittags auf offener Strasse für alle Passanten kostenlos Fisch und schenkt Weisswein aus dem Fass aus. Bedürftige werden auch beim dritten Nachschlag nicht abgewiesen und auch Steffi lässt es sich schmecken. Anschliessend decken wir uns auf dem Obst- und Gemüsemarkt mit Erdbeeren ein und kaufen Käse in der alten Markthalle. Vom Bäcker bekommen wir zu unserem Brot noch drei Sauerteig-Körnerbrötchen geschenkt, während auf der Burg über den Dächern der Stadt eine Hochzeit nach der anderen gefeiert wird. Erst als es am späten Nachmittag zu regnen beginnt, verlassen wir die Stadt und fahren weiter in Richtung Mittelmeerküste, zu den Höhlen von Skocjanske und anschliessend nach Piran

Wahre Wahrheiten sind überall wahr (hier in Ljubljana)

Anstehen in der Hauptstadt

Ein Restaurant in Ljubljana grillt am Mittag kostenlos für alle Passanten Fisch und reicht dazu Kartoffelsalat und Weisswein. Steffi schmeckt diese Freizügigkeit.
Verwirrt?

Langweilig?

Nicht so die gigantischen Tropfsteinhöhlen von Skocjanske; die sind beeindruckend

Sloweniens kurzer Küstenstreifen ist wunderschön, wie hier im pittoresquen Örtchen Piran

Blick von der alten Stadtmauer über die Dächer und schmalen Gässchen von Piran

Route Schweiz

Dienstag, 25. Mai 2010

Paragliding am Vierwaldstättersee


Ein verstauchter Fuss, zugezogen bei einem Boulderproblem in 2m Höhe, hielt uns nicht davon ab, einen Absprung zu wagen, der erst 850 Höhenmeter weiter unten enden sollte. Unser erstes Paraglide-Erlebnis in Emmetten am Vierwaldstättersee:

Wie ein Vogel, weit über dem See

Matthias lagert seinen Fuss hoch, um der Schwellung entgegenzuwirken



Steffi in the sky ...


... and back on save ground

Montag, 24. Mai 2010

Eine Woche im Tessin, ein Wochenende im Averstal


Nach mehreren Wochen Dauerregen in der ganzen Schweiz sollte es nun zumindest im Tessin wieder sonnig werden. Wir verliessen also Ligurien, um zurück in der Schweiz eine weitere Woche zu klettern, zu bouldern, zu wandern und zu geniessen.

Frank knackt problemlos diesen Boulder ...

... an dem Matthias Blut lassen musste.
Sonnenuntergang am Lago Maggiore auf dem wunderschönen, kleinen Campingplatz in Vira.
Eine Spazierfahrt durch das malerische Verzascatal
Steffi schwitzt in einer 6a in Arcegno. Das Abendessen in einer der vielen urigen Grottos hatten wir uns anschliessend verdient.
Aufwärmen in Cresciano

Keine Chance hat Matthias bei diesem Projekt
Aufstieg zum Monte Lema ...

... mit grandioser Sicht auf das Tessin und weiter bis zu den vielen Viertausendern im Wallis und im Berner Oberland

Steffi on the edge

Schliesslich verlassen wir das Tessin, über das Hermann Hesse einmal schrieb: "Es gibt viel Schönes auf der Erde. Schöneres als dies gibt es nicht." Man ist geneigt ihm zu glauben.

Eine aussichtsreiche Route führt uns am Comer See entlang ...

... und anschliessend über den Splügenpass. Während sich im Tessin und in Italien bereits der Sommer ankündigt, herrschen in den Alpen noch winterliche Verhältnisse.

Eine herrliche Wanderung machen wir zusammen mit Saskia und Flo aus Zürich, die uns im Averstal besucht haben. Nach einem anstrengenden Aufstieg finden wir uns auf knapp 2000m im Schnee wieder. Mit Turnschuhen und kurzen Hosen wird die Überquerung des Grates eine nasse Angelegenheit.

Auf der anderen Seite bietet sich aber eine Gelegenheit zum Sachen trocknen und Energie tanken.

Der Campingplatz im Averstal ist am Pfingstwochenende voll gefüllt. Boulderer aus aller Welt haben sich eingefunden.

Auch Frank ist wieder am Start

Diese schwierige Route wird Micha wohl erst nächstes Mal knacken

Jule fokussiert den Ausstieg aus diesem Boulderproblemchen
Mehr (und schönere) Kletter- und Boulderfotos gibt es wahrscheinlich bald auf Jule`s Blog: http://jmib.blogspot.com/

Wir sind nun drauf und dran die Schweiz zu verlassen und unsere Osteuropareise endlich richtig beginnen zu lassen. Wir sind gespannt ...

Vom Regen geleitet - Finale, Ligure

Eigentlich hatten wir für den Mai noch die ein oder andere schöne Wanderung in der Schweiz geplant, so z.B. durch die Greinahochebene oder durch den Schweizer Nationalpark im Engadin, doch die Schneeverhältnisse in den Alpen liessen dies leider nicht zu. Der anhaltende Regen in den tieferen Lagen vertrieb uns schliesslich vorübergehend ganz aus der Schweiz an die Mittelmeerküste von Ligurien, Italien. Hier belohnten uns strahlende Sonne und tollste Kalkwände zum Klettern für die etwas längere Anfahrt. Drei Tage verbrachten wir auf einem improvisierten Campingplatz zusammen mit Jule, Micha, Ingrid und Frank, die aus Zürich angereist waren.

Mittelmeerküste, Finale, Ligurien

Müde und zufrieden nach einem schönen Klettertag

Aussicht bis zum Meer

Donnerstag, 13. Mai 2010

Wallis

Die Schlechtwetterperiode hält leider an, immerhin bleibt dadurch aber etwas Zeit, um unseren kleinen Blog zu pflegen. Vom Jura sind wir nach Genf und dann am Genfer See entlang über Lausanne, Vevey und Montreux ins Wallis. Hier hängen die Wolken zurzeit leider sehr tief, die Aussicht auf Mont Blanc und Matterhorn bleibt uns verwehrt.

Sonne in Genf. Ein Foto vom Portier des Four Seasons Hotels in Frack und Zylinder, der gerade höflich aber erfolglos versucht eine ältere Dame im abgetragenen, grauen Jogginganzug dazu zu bewegen, ihre Bierdose nicht gerade angelehnt an den vorgefahrenen Ferrari eines Gastes zu vernichten, fehlt hier leider ...

Früh morgens am Genfer See zwischen Genf und Lausanne

Über den Dächern von Lausanne

Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr

Wäre ein Löffel nicht angebrachter? Vevey

Gepflegte Promenade in Montreux

Am Fuss der Dents du Midi. Wir sind ca. 2 Monate zu früh, um eine Besteigung des Haute Cime zu unternehmen.

Suchbild, wer findet sie alle?

Zutrauliche Bergbewohner

Nach einer frostigen Nacht auf 2000m mit atemberaubender Aussicht auf das Matterhorn von seiner schönsten Seite.