Während der letzten zwei Wochen sind wir von Mazedonien durch das Landesinnere von Bulgarien gereist, nach Nordost-Griechenland und schliesslich nach Istanbul, dem südöstlichsten Punkt Europas und gleichzeitig unserer Reise. Wir haben wenige Meter hinter dem grössten bulgarisch-orthodoxen Kloster verfolgt, wie die deutsche Nationalmannschaft gegen das überragende spanische Team verlor, um schliesslich später mit dem dritten Platz und dem Bundesverdienstkreuz für Löw (?) nach Hause zu fahren. Nach einem anstrengenden Klettertag auf dem Balkan in Zentralbulgarien haben wir auch das WM-Finale gesehen und den müden Spaniern ihren erkämpften Sieg gegönnt. Inmitten pyramiden-ähnlicher Sandsteinberge in der kleinen Stadt Melnik verkosteten wir feinen Wein und im entlegenen Belogradchik durchwanderten wir an Tolkiens Phantasiewelt Mittelerde erinnernde Landschaften. Anstatt Sofia einen Besuch abzustatten, haben wir entspanntes bulgarisches Kleinstadtleben in Dupnitza wenige Kilometer südlich der Hauptstadt miterlebt und ursprüngliches, armes bulgarisches Dorfleben in Manole kurz vor Plovdiv kennengelernt. Hier fahren abgemagerte, alte Männer bei Sonnenuntergang das Heu auf Pferdekarren in die Scheune, während ihre alten Weiber nach einem harten Tag Hausarbeit müde am Wegesrand sitzend auf sie warten. Wir haben sehr schöne, mal besser, mal schlechter markierte Wanderungen in den verschiedenen Bergketten des Landes gemacht (dabei einen Lux gesehen) und auch die Donau, die fast jeden Europareisenden irgendwo ein Stück begleitet, im Norden Bulgariens wieder gefunden. Wir haben freskenverzierte Klöster besichtigt, in denen Mönche in T-shirts mit der Aufschrift "Weihenstephaner - hard to pronounce but so good to drink" Heiligenbildchen verkauften. Und wir haben kilometerlange, teilweise aus Geldmangel mit elektrischer Billigweihnachtsbeleuchtung illuminierte Höhlensysteme durchkämmt. In Griechenland schliesslich fanden wir einen wunderschönen, verlassenen Strand inmitten steil zum Meer abfallender Klippen, an dem wir zwei Nächte zelten konnten und wo wir tagsüber beim Klettern schwitzten, um uns anschliessend im Wasser abzukühlen. Nach diesem letzten sehr angenehmen Stopp am Mittelmeer sind wir nun sehr gespannt, was uns während der nächsten Tage in der alten, grossen Stadt am Bosporus erwartet, bevor unsere Route uns wieder nach Norden schickt.
Unsere Tipps für heisse Tage: Schafsjoghurt mit Honig, eiskalter Ayvar, Wassermelone, Tarator (kalte Joghurtsuppe mit Gurken, Zwiebeln, Knoblauch, Dill)
Ein alter mazedonischer Hirte begleitete uns mit seiner Herde ein Stück des Weges auf unserer Wanderung zum Kloster Treskavec in Zentralmazedonien.
Einsam liegt das Kloster inmitten der Felsen ...
... und einsam lagen wir auf den Felsen, um nach dem Marsch wieder zu Kräften zu kommen.
Ab und an eine kühle Dusche tut gut an heissen Tagen, wie hier irgendwo im nirgendwo kurz vor der Grenze nach Bulgarien.
In Bulgarien erwarteten uns steile Sandsteinberge und guter Wein, ...
... freskenverzierte Klöster (hier das Kloster Rila, mit seinen 300 Mönchszellen das grösste Kloster Bulgariens), ...
... karge, winzige Klöster inmitten schroffer Felsen, ...
... uralte Festungen inmitten unwirklich wirkender Gesteinsformationen.
... und herausgeputze Städte.
Auf unseren Wanderungen kommen wir durch schroffe Berglandschaften ...
... und durch wunderschöne, von Bächen durchzogene Wälder.
Griechenland, das alte Land der Götter, das neue Land der Schuldner. Immer noch schön.
Griechenland, das alte Land der Götter, das neue Land der Schuldner. Immer noch schön.
Nach einer Nacht unter dem Sternendach, von der Sonne geweckt ...
... und bereit für grosse Taten (mit Vetrauen in die Seilsicherung am Auto).
Klettern direkt über dem Meer
Deep water free solo

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