Wir haben inzwischen die Schweiz verlassen, bestimmt nicht für immer. Über Lugano, Mailand und Venedig sind wir zu Sloweniens einzigem Nationalpark im Nordwesten des Landes rund um den Triglav, den höchsten Gipfel der Julischen Alpen, gefahren. Prächtige, zur Zeit noch schneebedeckte Berge, türkisfarbene Gebirgsbäche und ursprüngliche Wälder laden ein zum Wandern, Bergsteigen, Kanu- und Kajakfahren. Matthias ist nach seiner Bänderzerrung am Sprunggelenk leider immer noch am Humpeln. Somit sind wir zu Fuss ungewohnt langsam unterwegs und ausgedehntere Wanderungen müssen wohl noch ein paar Tage warten. Aber vielleicht ist es ja auch mal ganz gut, etwas langsamer durch die Welt zu gehen ...
Die Slowenen erleben wir als sehr freundliches, hilfsbereites und lebensfrohes Volk in einem landschaftlich äusserst reizvollen und von seinen Bewohnern geschätztem Land. Folklore und traditionelle Tänze gehören ebenso dazu wie ein Gläschen Wein oder Bier bereits am Mittag. Wenn wir trotz Navi und Strassenkarten mal nicht weiter wissen, dauert es nie lange, bis ein Slowene ungefragt Hilfe leistete.
Die türkisfarbene Soca bei Bovec im Triglav Nationalpark
Im Hintergrund der Triglav, der höchste Berg Sloweniens
Die Julischen Alpen nach der Überquerung des Vrsicpasses
Steffi am Bohinjsko Jezero
Viel Platz im Reisemobil, auch für Anhalter aus der Pfalz
Wir haben uns in Slowenien gegen die Autobahnvignette entschieden und fahren sehr gemütlich durch ländliche Gegenden, wo die Bauern ihr Heu traditionell in so genannten Kozolecs trocknen.
Nur selten merkt man, dass längst vergangene Zeiten in Westeuropa noch nicht allzu lange her sind in diesem Teil des Kontinents
Ljubljana, Sloweniens Hauptstadt, wird gerne als kleines Prag bezeichnet. Eine Stadt voller Leben. Bei schönstem Wetter wohnen wir Folklore-Aufführungen bei, schlendern durch kopfsteingepflasterte Altstadtgässchen vorbei an Strassencafes und -künstlern. Ein Restaurant grillt mittags auf offener Strasse für alle Passanten kostenlos Fisch und schenkt Weisswein aus dem Fass aus. Bedürftige werden auch beim dritten Nachschlag nicht abgewiesen und auch Steffi lässt es sich schmecken. Anschliessend decken wir uns auf dem Obst- und Gemüsemarkt mit Erdbeeren ein und kaufen Käse in der alten Markthalle. Vom Bäcker bekommen wir zu unserem Brot noch drei Sauerteig-Körnerbrötchen geschenkt, während auf der Burg über den Dächern der Stadt eine Hochzeit nach der anderen gefeiert wird. Erst als es am späten Nachmittag zu regnen beginnt, verlassen wir die Stadt und fahren weiter in Richtung Mittelmeerküste, zu den Höhlen von Skocjanske und anschliessend nach Piran
Wahre Wahrheiten sind überall wahr (hier in Ljubljana)
Anstehen in der Hauptstadt
Ein Restaurant in Ljubljana grillt am Mittag kostenlos für alle Passanten Fisch und reicht dazu Kartoffelsalat und Weisswein. Steffi schmeckt diese Freizügigkeit.
Verwirrt?
Langweilig?
Nicht so die gigantischen Tropfsteinhöhlen von Skocjanske; die sind beeindruckend
Sloweniens kurzer Küstenstreifen ist wunderschön, wie hier im pittoresquen Örtchen Piran
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